Willkommen in der ALADIN-Weihnachtsbäckerei!

16.12.2014

Was wäre Weihnachten ohne gewisse Düfte und Geschmäcker? Nichts ist herrlicher, als sich mit selbstgemachten kulinarischen Köstlichkeiten auf das Fest der Liebe einzustimmen. Wenn wir ehrlich sind: die Weihnachtsvorfreunde ist erst mit den alljährlichen Backritualen komplett. Doch was tut man, wenn auf einmal schon drei Lichter auf dem Adventskranz angezündet werden und der heilige Abend plötzlich Siebenmeilenstiefel angezogen hat? Im ALADIN-Verlag hat es in diesem Jahr nicht an vorweihnachtlichen Köstlichkeiten gefehlt. Hier kommen drei ultimative Geheimtipps für die unterschiedlichen Spezies unter den Weihnachtsbäckern. Viel Freunde mit unserem Weihnachts-Backblog in drei Teilen!

 

Teil 1: Ein Loblied auf den Stollen – von Klaus Humann


Deutscher geht es kaum! Stollen ist eines von Deutschlands beliebtesten Exportgütern. Zu Recht.
Vor mehr als 20 Jahren hat mir Cousine Sibylle das alte Familienrezept verraten mit der Verpflichtung, ihr jedes Jahr einen halben Stollen abzugeben. Seitdem habe ich mein Versprechen gehalten. Und das erklärt auch, warum ich dies Rezept um keinen Preis verraten darf.
Warum überhaupt Stollen backen? Zum einen, weil es dich ein Wochenende lang beschäftigt und, wenn du nach 45 Minuten die Ofentür öffnest, deine Wohnung oder dein Haus mit köstlichstem Duft erfüllt. Zum anderen, weil dich die einzelnen Backschritte, zwischen denen der Teig immer wieder ruhen muss – erst 20 Minuten, dann 2 Stunden, dann 3 Stunden – zu Ruhe und Geduld zwingen. Der Stollen, bzw. die beiden Stollen, die ich jedes Jahr backe, zwingen mir ihren Rhythmus auf und das ist gut so. Es ist immer ein freudiges Bangen, ob er denn dieses Jahr mindestens so gut ist, wie im Jahr zuvor. Soviel kann ich verraten: Er ist es, und sogar noch besser. Wenn du ihn dann, nachdem er zwei Wochen in einer Blechschachtel in einem kühlen Raum gelagert hat, das erste Mal anschneidest und Freunde bekommen die ersten Stücke – mit oder ohne Butter, auch so eine Glaubensfrage – dann fällt die ganze Anspannung von dir ab.
Zu den Zutaten: Ohne Geheimnisse zu verraten, nehme ich Rosinen und Korinthen, habe den Anteil von Zitronat und Orangeat reduziert und bin auch wieder zum 450er Mehl zurückgekehrt, bio, versteht sich, weil die gröberen Mehle die Feuchtigkeit schlecht aufnehmen. Zur Frage Marzipan oder kein Marzipan die klare Antwort: Kein Marzipan. Diese Köstlichkeit kann man so essen und braucht dafür keinen Stollenmantel.

Voilà: Die fertigen Stollen! Mmmh wie das duftet! Diese Stollen könnte man beide auf einmal verputzen! Zum Glück gab es auch eine Ration für die ALADIN-Weihnachtsfeier. Köstlich!

 



Appell des Backmeisters Humann: 
»Stollen ist auch nach 20 Jahren noch ein Abenteuer – eines der wenigen, das unsere Industriegesellschaft noch bereit hält. Trau Dich!«


Es gibt ja bekanntlich auch jene Menschen, denen in der Vorweihnachtszeit folgendes passiert: Es ist kurz vor Heiligabend und du bist immer noch nicht dazu gekommen, Kekse zu backen, obwohl du doch so fest vorhattest, deine Liebsten in diesem Jahr mit etwas Selbstgebackenem zu überraschen! Kein Problem – hier kommen zwei fixe, leckere Lösungen von den ALADIN-Spitzenbäckerinnen Johanna Bartelt (Vertrieb) und Johanna Ochner (Volontärin). Für alle, denen die Zeit in diesem Jahr zu schnell gegangen ist...

Teil 2: Johanna Ochner's blitzschnelle Mohnhütchen



Man nehme:
1) 100g Zucker
2) 200g Butter (Zimmertemperatur)
3) 300 Gramm Mehl (Typ 405) 

4) etwas frische Vanille (oder zwei Päckchen Vanillezucker)

5) ein Ei 

6) eine Prise Salz

7) ca. 400g backfertige Mohnfüllung
8) ein Wasserglas (mit ca. 7 cm Durchmesser)
9) Puderzucker zum Bestäuben und
10) eine weihnachtliche Keksdose

(Zeitaufwand: ca. 40 min.)

 




Aus Zutaten 1) – 6) wird ein Mürbteig gemacht, der sich nach dem Kneten gerne ein wenig im Kühlschrank ausruht.
Wenn er kühl genug zum Ausrollen ist ...




... wird der Teig ausgerollt (nebenbei am Besten schonmal den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 180 Grad vorheizen). Mit dem Wasserglas Kreise ausstechen ...


 


Auf die Kreise mit einem Teelöffel einen kleinen Klacks Mohnfüllung geben ...



... und den Teig an drei Seiten vorsichtig nach oben falten ...


 

... sodass sich drei Ecken ergeben ...

 


... und die Füllung nur noch in der Mitte zu sehen ist.
Die Mohnhütchen bei 180°C ca. 10-15 Minuten backen (Sobald sie an den Ecken goldbraun werden, sind sie fertig). Auskühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben ...




... und nicht gleich alle aufessen!


Für noch blitzschnellere Bäcker kommt hier der heiße Tipp ganz ohne Ofen von Johanna Bartelt : SCHOKOCROSSIES. Die sind nämlich einfach und ohne großen Aufwand nachzumachen und schmecken dazu auch noch fantastisch.

Teil 3: Schokocrossies
Für Backmuffel – Kurzentschlossene – Schokofreunde


Zutaten:

Schokokuvertüre (Vollmilch oder Weiße Schokolade, je nach Geschmack) ca. 400 g und Cornflakes (ganz einfache, ohne SchnickSchnack) ca. 150 – 200 g





Kuvertüre im Wasserbad zum Schmelzen bringen und vollständig über die Cornflakes geben. Alles solange miteinander verrühren, bis die gesamte Mischung mit einem Schokoladenfilm überzogen ist.

 

 

Nun mit einem Teelöffel Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech portionieren. Die Crossies solange abkühlen lassen, bis sie fest sind. Das dauert ca. 3 Stunden.

 


Wer mag, kann die Cornflakes auch mit Mandeln, Nüssen oder ähnlichem mischen und so ganz besondere Schokocrossies zaubern. Und jetzt: schick verpacken oder selbst aufessen! Guten Appetit!


 

... die passende Lektüre für Weihnachts-Leckermäulchen gibt es bei ALADIN natürlich erst recht! Die beste Inspiration für die kommenden Tage und eine schöne Überraschung unterm Weihnachtsbaum bieten »Herzchen für Mama« von Manuela Olten und »Rosa und die Zimtschnecken« von Lena Anderson. Eine fröhliche Weihnachtszeit!