»Royal Flush« – Buchempfehlungen zum Welttoilettentag!

19.11.2015

Heute findet der Welttoilettentag statt. Für uns Anlass genug, das Thema in unseren Büchern einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Zum Beispiel lernen wir in David Solomons` »Mein Bruder ist ein Superheld« gemeinsam mit dem elfjährigen Luke eine wichtige Lektion: Der Moment, in dem man sich entscheidet, eine Toilette zu besuchen, kann das ganze weitere Leben bestimmen:

»Vanille oder Schokolade. Soft oder crunchy. Die Wasserbombe auf Pas Kopf fallen lassen oder das Feuer einstellen. Es hängt nur von uns ab, und manchmal braucht es nicht mehr als vier kleine Wörter, um die Richtung, in die sich unser zukünftiges Leben entwickeln wird, für immer zu ändern.  ›Ich – muss – mal – pinkeln.‹«

Genau in der Zeit nämlich, als Luke seinen älteren Bruder Zack im Baumhaus zurücklässt, um zur Toilette zu gehen, schauen Aliens vorbei und verleihen Zack Superkräfte. Ausgerechnet Zack, der sich nur für Hausaufgaben interessiert und keine Ahnung von Superhelden hat!

Wie es weitergeht und ob es Zack mit Lukes Hilfe gelingt, nicht weniger als die Welt zu retten, erzählt David Solomons in »Mein Bruder ist ein Superheld«.

Auch für den Protagonisten Tyson in »Bärenschwur« spielt der Toilettengang eine wichtige Rolle. Allerdings steht hier eher die Frage im Mittelpunkt: Was tun in den Momenten, in denen das Toilettenangebot kleiner ist als die Nachfrage? Zum Beispiel, nachdem man mit seinem Großvater einen Liter Pflaumensaft getrunken hat und es nur ein einziges Bad im Haus gibt?

»Sobald Jeopardy zu Ende ist, rennen wir Richtung Bad los wie Football-Spieler, die hinter einem fallen gelassenen Ball her sind. Er rempelt mich mit der linken Hand weg und ich falle hin, wobei ich jeden Muskel anspanne, um diesen Kategorie-4-Hurrikan in mir zurückzuhalten. Gramps ist zwar größer, aber ich zwänge mich unter ihm durch und habe es praktisch schon zum Bad geschafft, als –
›Was wird das denn?‹ Dad stoppt uns beide, als er die Tür zur Garage aufmacht.
›Wir wollten gerade –‹
Gramps schließt die Badezimmertür hinter sich ab. Ich höre das schreckliche Klicken des Schlosses und wie der Entlüfter angeht.«

Die ganze Geschichte um die Freundschaft zwischen Tyson und Gramps kann in Ryan Gebharts »Bärenschwur« nachgelesen werden.

Ein Bad für viele – das kann auch in anderen Familien ab und zu mal problematisch werden. In »Kann ich wohl« ist der Kleinste aus der Hundefamilie fein raus. Er hat es als erster zu Toilette geschafft. Und er »kann auch ganz schnell machen«, sagt er.

 

Und so sieht Sabine Wilharms Bilderbuch über die Vor- und Nachteile der Kleinsten aus:

 

Ein ganzes Buch zum Thema präsentiert Manuela Olten mit »Muss mal Pipi«. Denn hat man einmal den Absprung von der Windel geschafft, eröffnet sich bald eine neue interessante Welt voller wundersamer Regeln. Zum Beispiel, dass man als Junge natürlich im Stehen Pipi machen kann. Aber zu Hause darf Manuela Oltens kleiner Held das nicht.

Anders gestaltet sich das, wenn man unterwegs ist, denn Toiletten sehen überall anders aus. Nach und nach werden sie alle entdeckt, ob im Restaurant, im Kaufhaus oder beim Arzt.

Und im Schwimmbad … öhh … naja.

Weitere interessante Beobachtungen zum Thema sind hier nachzulesen:

In diesem Sinne wünschen wir allen einen wunderbaren Welttoilettentag. Und es soll ja Menschen geben, die die Toilette vor allem für eines schätzen: Um endlich wieder in Ruhe ein Buch zu lesen!