ALADIN goes Flandern

26.02.2014

Eine Woche lang war unsere Lektorin Svenja Drewes für ALADIN in Flandern unterwegs. Eine Entdeckungsreise durch die vielfältige flämische Literaturlandschaft mit Buchhandelshopping, Stadtführungen, interessanten Gesprächen und natürlich Pommes! Hier gibt's den ganzen Bericht!

Auf Einladung des flämischen Literaturfonds (FLF) kamen am 17. Februar 10 Lektoren aus 9 Ländern im belgischen Antwerpen zusammen, um gemeinsam Flandern und dessen Kinderbuchwelt zu erkunden. Auch Aladin hatte die Ehre, einer der auserwählten Verlage zu sein und ich das große Glück, für Aladin fünf Tage lang auf Entdeckungstour durch Flandern gehen zu dürfen.

 


Stete Begleiter in dieser Zeit waren: Helga Preugschat (Fischer Verlag), Kirsikka Myllyrinne (Otava/Finnland), Francine Bouchet (La Joie de Lire/Schweiz), Valentina Mai (Kite Edizioni/Italien), Rei Takizawa (Iwanami Shoten/Japan), Sarah Odedina (Hot Key Books/UK), Gökçe Aytes Atug (Hayy Kitap/Türkei), Socorro Venegas (Fondo de Cultura Economica) und – der einzige Mann in der Runde – François Martin (Actes Sud Junior/Frankreich). Außerdem Lien Devos, Els Aerts und Elise Vanoosthuyse vom flämischen Literaturfond. Auf diesem Gruppenfoto hat sich der flämische Autor Bart Moeyart (hintere Reihe dritter von links) dazu gesellt:



 

Tag 1

Ankunft in Antwerpen. Ich bin überrascht, wie nah alles ist. Vom Flughafen in Brüssel sind es nur knapp 30 Minuten mit dem Zug bis Antwerpen. Im Hotel das erste Zusammentreffen mit Els, Elise und Lien vom FLF, die uns herzlich begrüßen und auf unser erstes belgisches Bier in einen gemütlichen Pub entführen. Später stellen wir rund 70 Vertretern der flämischen Kinderbuchszene unsere Verlagsprogramme und Lieblingsbücher vor.

 


Tag 2

Brunch im Übersetzerhaus in Antwerpen und Treffen mit einigen flämischen Kinderbuchautoren. Danach Besuch des größten und bedeutendsten Comicshops in Flandern, Mekanik Strip, unter dessen Dach uns eine Mini-Messe erwartet. Wir treffen flämische Kinderbuchverlage sowie Agnes vom Niederländischen Literaturfond.

 

 



Am Nachmittag treffen wir den wohl beliebtesten und bekanntesten flämischen Kinderbuchautor, Bart Moeyart, der uns im Felix Archiv in Antwerpen willkommen heißt. Was folgt, ist ein authentisches belgisches Abendessen: Pommes!
Anschließend können wir der Einladung Bart Moeyarts zu einem Drink in seiner Wohnung natürlich nicht widerstehen – ein fröhlich-charmanter Abschluss eines ereignisreichen Tages.

 

 

Tag 3

Fahrt ins schöne Gent. Dieser Tag steht ganz im Zeichen der Illustrationen. Nachdem wir zuerst den Kinderbuchladen I*Books und die Kunsthochschule KASK besuchen, wo uns wieder ein Speeddating mit Verlagen erwartet, zeigen uns die besten und einflussreichsten Illustratoren Flanderns ihre Arbeiten.

 

 

 

 

Die anschließende Sightseeingtour durch Gent ist ein Highlight der Woche. Gent ist wirklich eine Reise wert und sollte auf keiner Tour durch Flandern fehlen. Hier hatten wir auch endlich Gelegenheit, die köstlichen belgischen Pralinen für die Kollegen zu Hause einzukaufen.




Tag 4

Besuch der flämischen „Stiftung Lesen“ und Vortrag der Professorin für Kinderliteratur Vanessa Joosen zum Thema „Übersetzung von Kinderbüchern“. Anschließend Besuch des Verlages WPG und Speeddating mit den Verlagen WPG, Moon und Querido aus Amsterdam.
Am Nachmittag zeigen uns sechs Autoren ihre Stadt. Mein persönlicher Stadtführer ist der Jugendbuchautor Jef Aerts, der Kirsikka, Lien und mir Antwerpen von der anderen Seite des Flusses zeigt.

 

 

Tag 5

Am letzten Tag unserer Entdeckungsreise besuchen wir die Räume des flämischen Literaturfonds, die – wunderschön gelegen – das große Engagement für die Flämische Kultur und Literatur erahnen lassen. Während Els und Elise uns einen Eindruck ihrer Arbeit vermitteln, genießen wir ein letztes gemeinsames Frühstück.

 

 

Fazit:

Eine intensive, ereignisreiche Woche mit vielen neuen Eindrücken, interessanten und inspirierenden Gesprächen und sehr viel Spaß liegt hinter uns. Wir hatten die Möglichkeit, einen unmittelbaren, sehr authentischen und umfassenden Blick auf den Literaturmarkt unserer Nachbarn zu werfen – stets begleitet von kulinarischen Hochgenüssen, literweise Kaffee und sympathischen Gastgebern. DANKE, liebe Els, liebe Elise, liebe Lien!