30.000 Euro für den PEN!

12.11.2015

Gestern Abend, am 11. November 2015 überreichte ALADIN-Verleger Klaus Humann einen Scheck über 30.000 Euro an den PEN in Darmstadt. Der Betrag war aus den Erlösen des Buches »Zeichner verteidigen die Meinungsfreiheit« seit dem Erscheinen im Februar 2015 zusammengekommen (Copyright Foto: PEN Zentrum Deutschland).

»Wir wehren uns mit Stift und Pinsel!« – Unter diesem Arbeitstitel bat Klaus Humann im Januar 2015 wenige Tage nach den Anschlägen auf die Redaktion von CHARLIE HEBDO deutsche und internationale Zeichner, ein Bild für ein gemeinsames Buch zum Thema Meinungsfreiheit beizusteuern. Dabei ging es nie darum, die Haltung von CHARLIE HEBDO anzunehmen oder zu bewerten. »Die Stärke unserer Gesellschaft«, so Humann, »ist es ja gerade, oder sollte es zumindest sein, auch die Freiheit der Meinungen zu verteidigen, die uns bisweilen gegen den Strich gehen.«

Insgesamt 29 Illustratoren folgten dem Aufruf, darunter Christoph Niemann, Jutta Bauer, Axel Scheffler, Peter Sís, Janosch und David Wiesner.  Nach wenigen Wochen konnte das Buch unter dem Titel »Zeichner verteidigen die Meinungsfreiheit« erscheinen.

»Sehr schnell war uns allen klar, wer die Erlöse bekommen sollte: Das Writers-in-Prison-Programm des PEN. Alle Beteiligten konnten sich sofort damit identifizieren.« erzählte Klaus Humann bei der Scheck-Überreichung in Darmstadt. Alle an der Produktion Beteiligten haben auf ihr Honorar verzichtet: vom Papierlieferanten über die Druckerei und die Auslieferung bis hin zu den Zeichnern selbst.

Bis zum heutigen Zeitpunkt ist durch den Verkauf des Buches die Summe von 30.000 Euro zusammengekommen. 

Das Writers-in-Prison-Committee der Schriftstellervereinigung P.E.N. (Poets-Essayists-Novelists) wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Inzwischen nimmt sich das Komitee auch verfolgter Verleger, Redakteure, Illustratoren und Journalisten an, jedoch unter einer Prämisse: Gefangene, die wegen Propagierung von Gewalt oder gar ihrer Anwendung verurteilt wurden, und solche, die zum Rassenhass aufgerufen haben, werden nicht unterstützt, weil ihre Aktivitäten mit der Charta des Internationalen PEN unvereinbar sind.

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